Fast im Verborgenen, und daher besonders reizvoll, entwickelt sich aus einem kleinen Fruchtansatz im Laufe des Junis die Rebblüte. Noch nennen wir es „Geschein“, erst mit der Befruchtung wird es zur Traube. Mit dem Abwerfen des Blütenkäppchens erfolgt die Bestäubung ganz ohne die Einwirkung von Insekten. Trockene und warme Witterung wären jetzt perfekt. Die momentane Abkühlung und die Regenschauer verringern den Erfolg der Befruchtung und so werden wir uns auf einige unbefruchtete Beeren einstellen müssen. Unsere Gedanken schweifen derweil schon bis zur Weinlese voraus. Etwa 100 Tage nach der Blüte wird sie stattfinden. Bis dahin heißt es die heranwachsenden Trauben zu schützen, und ihre Entwicklung zu bester Reife zu fördern.